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Medikationsplan wird in der Praxis gut angenommen

Der Medikationsplan soll sämtliche verschreibungspflichtige Arzneimittel enthalten, die der Patient einnimmt, sowie die Selbstmedikation.

© Henrik Dolle – stock.adobe.com

Patienten haben seit Oktober 2016 Anspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan, wenn sie mindestens drei zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnete, systemisch wirkende Medikamente gleichzeitig einnehmen oder anwenden. Nach seiner Einführung vor gut zwei Jahren „wird der Medikationsplan in der Praxis gut angenommen“, bescheinigte auf PERSPECTIV-Anfrage die Sprecherin der KBV, Tanja Hinzmann, den Ärzten und Patienten. Schon davor sei der Medikationsplan von vielen Ärzten praktiziert worden. „Uns sind auch keine Klagen von Versicherten bekannt“, so Tanja Hinzmann. „Vielmehr müssen wir aufgrund der hohen Nachfrage Info-Flyer zum Medikationsplan immer wieder nachdrucken.“ Wie viele Medikationspläne genau in Praxen ausgestellt werden, stehe nicht fest.

Den Medikationsplan hatte der Bundestag im Rahmen des E-Health-Gesetzes beschlossen. Ziel ist es, den Patienten bei der richtigen Einnahme seiner Arzneimittel zu unterstützen. Zunächst gibt es den Medikationsplan nur auf Papier. Demnächst soll er auch auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden können. Doch die elektronische Speicherung der Medikationsdaten ist für den Patienten freiwillig; er hat weiterhin Anspruch auf die Papierversion.

Der Medikationsplan soll sämtliche verschreibungspflichtige Arzneimittel enthalten, die der Patient einnimmt, sowie die Selbstmedikation. Dazu werden unter anderem der Wirkstoff, die Dosierung, der Einnahmegrund und sonstige Hinweise zur Einnahme aufgeführt. Zusätzlich ist ein Barcode auf dem Papier-Medikationsplan aufgebracht. Er enthält die Informationen in digitaler Form und ermöglicht, dass dieser unabhängig von der jeweiligen Praxis- oder Apothekensoftware per Scanner eingelesen und aktualisiert werden kann. So ist eine unkompliziertere Aktualisierung in Praxen, Apotheken und auch in Krankenhäusern möglich.

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