Ärztenetze

Protest: Vorübergehend wird auf Zystokopien verzichtet

Die Mitglieder schlossen sich damit der bundesweiten Kampagne ihrer Organisation an, die damit den Druck bei Krankenkassen und Politik erhöhen möchte.

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Die Mitglieder des BvDU in Schleswig-Holstein stimmten einstimmig der Aktion zum Zystoskopieverzicht zu.

Auch im Norden verzichten die niedergelassenen Urologen bis zur Neuregelung in der Gebührenordnung auf Zystokopien. So werden vom 2. bis zum 13. Dezember 2019 Blasenspiegelungen nur in Notfällen durchgeführt. Das beschloss die schleswig-holsteinische Sektion des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BvDU) auf ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung am 15.11.2019 in Neumünster. Die Mitglieder schlossen sich damit der bundesweiten Kampagne ihrer Organisation an, die damit den Druck bei Krankenkassen und Politik erhöhen möchte.

Der Präsident des BvDU, Dr. Axel Schröder, erklärt die Aktion zum Zystoskopieverzicht.

Hintergrund des Protestes ist, dass bei der Durchführung und Aufbereitung der Endoskope in den Facharztpraxen zwar dieselben Hygienerichtlinien wie in Kliniken gelten, der Aufwand dafür jedoch für die Praxen sehr komplex und kostenintensiv ist. Dieser wird zurzeit von der Erstattung durch die Gebührenordnung nicht aufgefangen. „Im Namen aller an der Kampagne teilnehmenden Praxen bitten wir betroffene Patienten um Verständnis, wenn wir diese Behandlung im Aktionszeitraum nicht durchführen können“, sagte BvDU-Präsident Dr. Axel Schroeder (Neumünster).

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