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Projekt Schmerz-STRANG gestartet

Insbesondere sollen die Wartezeiten verkürzt und die fortschreitende Chronifizierung von Schmerzen bei Patienten verhindert bzw. vermindert werden.

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Die Ärztegenossenschaft Nord eG (ÄGN) und der Landesverband der Schmerzmediziner Schleswig-Holstein erhalten für ihr auf drei Jahre angelegtes Projekt „Schmerz-STRANG Nordwest – Aktionsbündnis „Binnen un Buten“ Fördermittel vom Land Schleswig-Holstein. Die Buchstaben des Projekttitels STRANG stehen für wesentliche Bausteine dieses besonderen Angebots für chronische Schmerzpatienten. S: Schmerztherapie, T: Telemedizinische Beratung, R: Regional, A: Angepasst, N: Netzbasiert und G: Gruppenbasiert.

Im Herbst vergangenen Jahrs hat das Land den Versorgungssicherungsfonds gegründet, um die medizinische Versorgung insbesondere in der Fläche zu verbessern. Gesundheitsminister Heiner Garg überreichte den Zuwendungsbescheid an ÄGN-Vorstandsmitglied Dr. Klaus Bittmann in Bad Segeberg. „Der Versorgungssicherungsfonds ist ein wichtiger Baustein für die Sicherung und den Erhalt der medizinischen Versorgung in der Fläche. Wir wollen damit die qualitative Weiterentwicklung der ambulanten, stationären und sektorenverbindenden Versorgung beschleunigen“, sagte Minister Garg. Gefördert würden innovative und zukunftsweisende Konzepte, die eine flächendeckende und gut erreichbare, bedarfsgerechte Versorgung erhielten, stärkten oder diese unter veränderten Rahmenbedingungen weiterentwickelten. Das Schmerz-STRANG sei ein solches Konzept, von dem Patientinnen und Patienten profitieren“, so Garg weiter.

Das neue Projekt will die schmerztherapeutische Versorgung von Patienten fach- und sektorenübergreifend durch telemedizinische Beratung, Schmerz-Kleingruppen-Edukation und interdisziplinäre Schmerzkonferenzen verbessern. Insbesondere sollen die Wartezeiten verkürzt und die fortschreitende Chronifizierung von Schmerzen bei Patienten verhindert bzw. vermindert werden. Diese neuartige Vernetzung zwischen verschiedenen Leistungserbringern des Gesundheitswesens verschafft betroffenen Patienten einen schnelleren und effektiveren Zugang zu den benötigten Leistungen.

Entwickelt wurde das Konzept von Dr. Jochen Leifeld (Schmerzmediziner aus Rendsburg) und der Ärztegenossenschaft in Kooperation mit dem Ärztenetz MQR (Medizinische Qualitätsgemeinschaft Rendsburg eG) sowie einer gemeinnützigen Schmerzstiftung. „Die Entscheidung des Landes und dem Gesundheitsministerium, Fördermittel bereit zu stellen, begrüßen wir insbesondere im Namen unserer betroffenen Patienten“, so Dr. Klaus Bittmann.

Projektregion ist die schmerztherapeutisch erheblich unterversorgte Region westlich der Autobahn 7 und nördlich des Nord-Ostsee-Kanals. Hierbei soll mit den Ärztenetzen sowie den Selbsthilfeverbänden der Schmerzpatienten des Landes eng zusammen gearbeitet werden. Dr. Leifeld betont: „Neben zeitnaher telemedizinischer Betreuung durch Experten teilweise weit entfernt in Schleswig-Holstein, also von „buten“, sieht das Projekt zusätzliche Treffen mit den persönlich betreuenden Schmerzmedizinern in Kleingruppen gemeindenah im Projektgebiet vor, also „binnen“. Der Mehrwert für unsere Schmerzpatienten heißt also näher, schneller, zielgenauer – und doch so persönlich wie möglich.“

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