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Aktuelles aus der ÄG Nord

ÄG Nord betreut zwei neue Versorgungsprojekte.

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Zwei weitere Projekte der regionalen ärztlichen Versorgung werden von der Ärztegenossenschaft Nord eG (ÄG Nord) gemanagt. So wird seit Jahresbeginn 2019 ein Vorhaben zur Sicherung der hausärztlichen ambulanten Versorgung in Goldberg-Mildenitz betreut. Es ist das erste Projekt der ÄG Nord in Mecklenburg-Vorpommern. Im Norden des Kreises Dithmarschen, in der Gemeinde Lunden, hat zudem Anfang Mai dieses Jahres als kommunale Eigeneinrichtung ein Ärztezentrum seine Pforten geöffnet. Über beide Projekte berichtet die ÄG Nord aktuell auf ihrer Internetpräsenz.

Im Rahmen des Projekts in Goldberg-Mildenitz wurden zunächst unter Leitung der ÄG Nord mit allen Bürgern Ideen für Projekte oder Verbesserungswünsche für die Region gesammelt. Dabei waren die in Zukunft drohende Not an Hausärzten in der Gemeinde erörtert und dazu eine Reihe von Wünschen und Gesichtspunkten gesammelt worden, die es zur Sicherung der ambulanten Versorgung zu berücksichtigen gilt. Am 25. April wurde die erste Projektphase in Goldberg-Mildenitz abgeschlossen. An der Ergebnispräsentation hat sich auch die MEDI Mecklenburg-Vorpommern e.V. (MEDI MV), beteiligt, die das Projekt ebenfalls unterstützen wird. MEDI MV und ÄG Nord sind über MediGeno partnerschaftlich vernetzt. Die Ergebnisse sind der erste Meilenstein auf dem Weg zur Versorgungssicherung in der Region. In der folgenden Phase sollen die Ideen konkretisiert werden.

Die von der ÄG Nord geleiteten Planungen im ländlichen Zentralort Lunden begannen vor fünf Jahren. Aktuell versorgen nun Nikola Dacic, Facharzt für Innere Medizin, und Olajide Bisiriyu, Facharzt für Allgemeinmedizin, gemeinsam mit fünf Medizinischen Fachangestellten die Patienten im Norden Dithmarschens. Beide Ärzte waren vorher im Westküstenklinikum in Heide tätig. Bis zur Fertigstellung eines Neubaus für das kommunale Ärztezentrum hat die Praxis einen 150 qm großen Trakt in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude bezogen. Dieser Gebäudeteil wurde in den vergangenen drei Monaten für rund 300.000 Euro grundsaniert. Nach Übernahme des in der Vorplanung befindlichen Neubaus für ein Lundener Gesundheitszentrum nach dem sogenannten Büsumer Modell ist eine Nachnutzung der jetzigen Praxisräume durch die örtliche Polizeidienststelle vorgesehen.

„Der Patientenandrang am ersten Tag war riesig, wir mussten zusätzliche Stühle in die Flure stellen, um dem gerecht zu werden“, berichtet Mike Pahnke von der ÄG Nord, der die Geschäftsführung für das Ärztezentrum Lunden übernommen hat. Auch die Haltung in der Bevölkerung ist aufgeschlossen. „Wir wurden gut aufgenommen und freuen uns auf die weitere Arbeit mit den Patienten“, so die beiden Ärzte.

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