Ärztenetze

äg Nord: Wirtschaftlich agieren, aber human bleiben!

Im Vordergrund stehe stets der Mensch und Patient.

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Die Ärztegenossenschaft Nord eG (äg Nord) sieht die Ärzteschaft vor die Aufgabe gestellt, in der Patientenversorgung zwar wirtschaftlich zu arbeiten, jedoch seien die Humanität und Ethik als gleichrangig zu erachten und entsprechend zu handeln. „Wirtschaftlich sollten wir alle in einem solidarisch finanzierten Gesundheitswesen agieren“, sagt der Erste Sprecher der äg Nord, Dr. Svante Gehring, „hierbei darf die Humanität aber nicht in den Hintergrund treten“. Im Vordergrund stehe stets der Mensch und Patient.

Dr. Svante Gehring

Svante Gehring mahnt insbesondere vor dem Hintergrund eines Artikels in der Wochenzeitschrift „Stern“ eine differenziertere Betrachtungsweise an. Darin wird die Ökonomisierung der Krankenhäuser kritisiert. Der Sprecher, dessen Organisation die Interessen von rund 1.800 Ärzten und Psychotherapeuten vertritt, sieht „kein Diktat der Ökonomie, aber wohl ein Trend zur Kommerzialisierung“. Dies liege an der unzureichenden dualen Krankenhausfinanzierung der Länder, an Strukturproblemen und falschen wirtschaftlichen Anreizen, die u.a. aus dem Krankenhausfinanzierungssystem (DRG) resultierten.

Die äg Nord fordere daher eine Anpassung der Fallpauschalen und bereits seit langem „ein faires, Sektoren verbindendes Vergütungssystem, das qualitativ gleiche Leistungen im ambulanten und stationären Sektor ebenfalls gleich bezahlt“, sagt Gehring. Gleichzeitig wehrt sich die äg Nord gegen den im Stern-Artikel vertretene Ansicht, dass sich Ärztinnen und Ärzte bereitwillig ökonomischen und hierarchischen Zwängen unterordnen würden. Das sei nicht der Fall. Die Mediziner handelten stets „aus gemeinsamer Verantwortung für eine menschenwürdige Medizin.“ Der Sprecher der äg Nord wies darauf hin, dass die Ärzteschaft als Freiberufler – ob angestellt oder selbstständig – ihrer Berufsordnung verpflichtet sei.

www.aegnord.de

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