Ärztenetze

äg Nord unterstützt Mitglieder im Honorarwiderspruchsverfahren

Die äg Nord vermutet, dass einige ältere Kollegen die Kürzungen hinnehmen und vorzeitig aus der Versorgung aussteigen werden.

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Die Verweigerer der Telematik-Infrastruktur (TI) in Schleswig-Holstein haben einen Extrabescheid zur Honorarkürzung erhalten. Die ersten Ärzte haben sich deshalb an die Ärztegenossenschaft Nord (äg Nord) gewandt, weil sie wegen des weiteren Vorgehens verunsichert sind. „Wir werden unsere Mitglieder nun individuell beraten“, sicherte Dr. Svante Gehring (Erster Vorstandssprecher) zu, „auch wenn es so aussieht, dass jeder einzelne den Rechtsweg beschreiten muss.“ Die KVSH hatte angekündigt, dass sie den Widerspruch nicht ruhend stellen wolle, bis die Musterklage in Baden-Württemberg entschieden ist.

Svante Gehring weist darauf hin, dass trotz Extraschreibens der KVSH dem Honorarbescheid widersprochen werden muss, wenn man bereit ist, dies vor dem Sozialgericht auszufechten. „Wir sind uns sicher, dass auch die KVSH ihre Mitglieder unterstützt hätte, wenn sie nur dürfte“, so Klaus Bittmann aus dem Vorstand der äg Nord. Er zeigte sich in einer Mitteilung der äg Nord vom 27.11.2019 verärgert, dass der Gesetzgeber den Weg des Zwangs über 1%iger und später auch 2,5%iger Honorarkürzung gegangen ist, was die Körperschaften rechtlich bindet. „Die Akzeptanz zur TI wird so konterkariert“, meinte Klaus Bittmann weiter. Bei all der Verunsicherung über die richtige Installation und Sicherheit des Konnektors führe das zu keinem weiteren Vertrauen. Die äg Nord vermutet, dass einige ältere Kollegen die Kürzungen hinnehmen und vorzeitig aus der Versorgung aussteigen werden.

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